Poi kommt aus Neuseeland und heißt soviel wie „Ball“.Bei den Maori (Ureinwohner Neuseelands) werden Poi von den Frauen zum Tanz und wurden von den Kriegern zum Koordinationstraining vor einer Schlacht geschwungen. Auch tanzte man in der Vergangenheit Poi-Tänze, wenn man um das andere Geschlecht werben wollte. Poi macht nicht nur Spaß, es hält auch fit, hilft dem Körper und dem Geist!

Es hat etwas meditatives, wenn man Poi spielt. Man kann wunderbar abschalten und hat jede Menge Spaß dabei. Auch als Zuschauer kann man alles um sich herum vergessen. So hilft es dem Geist, Ruhe und Entspannung zu finden. Die Bewegung mit den Poi trainiert auf sanfte Art den Körper. Ein leichter Muskelkater ist nach intensivem Üben durchaus bemerkbar.
Die Schulterpartie, die Oberarmmuskeln und die Rückenmuskulatur werden trainiert. Auch der Bauchmuskel hat was davon, wenn man die Arme nur hoch genug streckt. Sehr viel mehr Körperpartien kann man trainieren, wenn man „mit den Poi“ tanzt.
Und nicht nur das: Das Konzentrationsvermögen verbessert sich. Die Koordination beider Hände, das Raum-Lage-Verständnis und die Auge-Hand-Koordination wird durch Üben unterstützt. Die Verbindung beider Gehirnhälften wird gefördert. Die rechte und die linke Hand werden gleich intensiv trainiert, weil beide Poi gleich stark geschwungen werden.
Poi spielen ist nicht nur für Körper, Muskeln, Fein- und Grobmotorik gut, sondern birgt auch als Lern- und Lehrmethode vielseitige Möglichkeiten.

Es wird die Kreativität des Spielers angeregt (vor allem durch den runden, harmonischen und rhytmischen Ablauf, das Erfinden von neuen Poifiguren) und ganz allgemein viele der Körper- und Gehirnfunktionen, die wir sonst kaum nutzen, aktiviert.

In Therapie und Schule:
Aufgrund des leichten Zugangs und der schnellen Anfangserfolge eignen sich Poi für den Einsatz in fast allen medizinischen Fachbereichen, sogar in der Orthopädie. Poi - Schwingen kann Verspannungen vorbeugen und lösen. Es wird der Eigenantrieb gefördert, Glücksgefühle hervorgerufen und nach etwas Übung wirkt das Spiel mit Poi auch entspannend – und auf der anderen Seite müssen sich die Lernenden auch gegebenenfalls mit Frust- und Neidgefühlen auseinandersetzen.
Da die ersten Figuren sehr einfach zu lernen sind, stellen sich kontinuierliche Erfolgserlebnisse ein und der Lernende wird ungemein motiviert und positiv bestärkt. Man benötigt auch eine gewisse Ausdauer im Lernen, aber wenn man durch einiges Üben doch Erfolg hat, merkt man, daß es sich gelohnt hat und ist für die nächste Lernphase viel motivierter.

Im Sportunterricht:
Es wird die Grob- und Feinmotorik verbessert, und durch die gleichmäßigen Bewegungen auch Muskelaufbau in Arm-, Rücken-, Schulter-, Nacken- und Bauchmuskulatur angeregt. Außerdem werden verschiedene Körper- und Gehirnfunktionen miteinander verknüpft und somit auch deren Zusammenarbeit verbessert.

In Musik-, Tanz- und Bewegungstherapie und -unterricht:
Da beim Poispielen die rechte und linke Körperseite permanent zusammenarbeiten (die rechte ist für rhytmische Bewegungen zuständig – und die linke für serielle, logische Abläufe), wird das Rhytmusgefühl, die visuelle Wahrnehmung, Körperbewegung und Kreativität in idealer Form verbunden. Als Ausgleich zu Schule und Beruf:
Gerade in unserem Computerzeitalter ist Poispielen ein idealer Ausgleichsport, den man sowohl in den eigenen vier Wänden ausüben kann (vielleicht nicht direkt unter der teuren Wohnzimmerlampe) als auch in Garten, Natur und im Urlaub.

Poi, Gesundheit und Geist
Die Bewegung trainiert auf sanfte Art den Körper. Ein leichter Muskelkater ist nach intensivem Üben durchaus bemerkbar.
Es ist sehr gut für das Konzentrationsvermögen, fördert die Koordination beider Hände und spricht beide Gehirnhälften an. Man bewegt dabei den ganzen Körper, das heisst, die Poi sind auch ein Fitnessgerät.
Gerade in Schulen, für Ergotherapie, Orthopädie, Tanz- oder Psychotherapie, und für den Sportunterricht sind Poi sehr interessant.